HTL Steyr als BIM-Projekt

Von der Punktwolke über das IFC-Modell zur gebauten Realität – ein digitaler Kreislauf für die HTL-Steyr-Fassadensanierung

Die Fassadensanierung der HTL Steyr zeigt, wie 3D-Scans und offene Datenstandards die Planung vorgefertigter Holzfassadenmodule optimieren. Ein 3D-Scan der bestehenden Fassade bildete die Grundlage für eine präzise, bestandsgerechte Werkplanung – ohne nachträgliche Anpassungen auf der Baustelle.
Mit der openBIM Strategie und dem daher eingehenden offenen Dateiformat IFC wurde ein einziges zentrales Austauschformat zwischen Planung und vollautomatisierter Produktion verwendet. Die Fassadenmodule wurden über eine computergesteuerte Produktionsstraße hergestellt – ein Prozess, der präzise, maschinenlesbare Daten erfordert.

IFC ermöglichte drei entscheidende Funktionen:
• Modellvergleich: Die Geometrien der Werkplanung konnten mit denen der Entwurfsplanung digital überlagert und validiert werden.
• Datenaustausch: Die Werkplanung wurde direkt in das Produktionssystem übertragen, ohne Medienbruch oder manuelle Konvertierung.
• Modellbasierte Kommunikation: Alle Beteiligten – Planer, Hersteller, Bauherr – arbeiteten mit demselben digitalen Referenzmodell. Rückfragen werden am Modell geklärt nicht am Papier. Die Werkplanfreigabe erfolgte auf dieser Basis, transparent und nachvollziehbar.

Eine Rückführung auf 2D-Pläne hätte die ausführende Firma in unnötige Mehrarbeit gestürzt.
Das durchgängig digitale Verfahren – vom Scan über IFC bis zur Fertigung – verkürzte Planungszeiten, senkte Fehlerquoten und optimierte die Kosteneffizienz der gesamten Sanierung.

Status
fertiggestellt

Steyr
2022-2026

Auftraggeber
BIG Bundesimmobiliengesellschaft

Fotos
HERTL.ARCHITEKTEN

Team
Lukas Gattringer
Caroline Waglhuber
Michael Albrecht
Gernot Hertl