Gartenquartier Stein

Eine Gruppe aus vier Wohnhäusern lässt ein von einem großen Garten durchwebtes Quartier entstehen. Die beiden Gebäude entlang der Steinerstraße stehen leicht versetzt aneinander geschmiegt und bilden mit straßenbegleitenden Fassaden die Adresse des Areals aus. An ihrem Versatz führt ein Fußweg ins Innere der Parkanlage und zu den beiden Häusern hangaufwärts. Die einfache monolithische Erscheinung greift Dimension und Anmutung der ursprünglich frei in den Obstgärten stehenden Bauernhäuser in der Nachbarschaft auf. Rückversetzte Dachgeschosse erzeugen eine einprägsame Silhouette.

Am Vorplatz sind Bäume zur Allee gereiht, Besucherparkplätze werden dabei am Grundstück erschlossen. Im Erdgeschoss führen Arkaden zu den Hauseingängen und Gemeinschaftsflächen wie dem Fahrradraum. Auch die Einfahrt in die Tiefgarage ist im Gebäude integriert, die westlichen Häuser sind auch direkt an der Garage angebunden.

Im Regelgeschoss sind jeweils vier Wohnungen über ein Treppenhaus erreichbar. An den Enden der Baukörper weisen die größeren Drei-Zimmer-Wohnungen zumeist eine dreiseitige Belichtung auf, ihre ‚durchgesteckten‘ Wohnräume sind zwischen Westen und Osten versetzt, wodurch eine enorme räumliche Tiefe spürbar wird. Die kleineren Zwei-Zimmer-Wohnungen entfalten ihre Großzügigkeit aus einem langgestreckten Wohnraum, der über mehrere Fenster von gerahmten Ausblicken in die Landschaft gewinnt, in die Weite nach Osten oder ins Grüne. Loggien erweitern die Wohnungen ins Freie.

In der obersten Etage sind jeweils zwei Apartments um große Dachterrassen ergänzt. In Summe entstehen dabei 48 Wohnungen, 10 oder 14 in einem Haus, abhängig von der Lage am Hang. Von der Gemeinschaft nutzbare Parkflächen liegen zwischen Eigengärten eingebettet und dienen Kindern als Spielplatz. Das gemeinsame Wegenetz erleichtert Begegnungen, einen Tratsch mit den Nachbarn kann man sich auf einer der Parkbänke gut vorstellen.

Die Anmutung des Ensembles orientiert sich an einfachen Putzfassaden mit einzelnen Fensteröffnungen. Rückversetzte Putzflächen in etwas dunklerer Farbgebung ergänzen die Fenster und lassen den Eindruck von Lisenen und Faschen entstehen, welche die Bauten in Etagen gliedern.

Die Atmosphäre in den Häusern berührt, sie ist vom Licht gestimmt, das kontrastreich an massiven Wänden entlangstreicht und die Sehnsucht nach Geborgenheit erfüllt.

Status
In Planung

Steyr
2020-2022

Auftraggeber
Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Lebensräume

Renderings
HERTL.ARCHITEKTEN

Team
Ulla Zinganell
Airam Eloende González Dorta
Ursula Hertl
Gernot Hertl