Glan Gärten Salzburg

Alles läuft nach Glan

Einzelne Archipele aus Häusern auf 4 Schollen im Quartier werden durch die Wege des Angers voneinander getrennt, aber doch mit einladenden Übergängen kombiniert. Aus der Abfolge von Freiräumen entstehen vielfältige Qualitäten, Schwellen- wie Binnenplätze mit an die jeweiligen Bedürfnisse angepasster Öffentlichkeit.

 Der äußere Waldgürtel bildet das prägende Rückgrat des Freiraums und setzt sich im Quartiersinneren als aufgelockerte Struktur großkroniger Einzelbäume fort. Wildsträucherraine flankieren die Baufelder und vermitteln zwischen Bebauung und Landschaftsraum. Zum äußeren Park hin entwickeln sich Biodiversitätsstandorte mit Totholzstrukturen, Wildblumenwiesen und Feuchtbiotopen; nach innen verdichtet sich das Baumdach zunehmend. Ein gezielt ausgesparter Bereich der Tiefgarage mit vollem Bodenanschluss ermöglicht die Pflanzung von Großbäumen im Hof. Wege in wassergebundener Decke verknüpfen die Gebäude und erschließen die einzelnen Standorte. Der Anger als zentraler Quartiersraum wird aus Drainbeton, wassergebundener Decke und Schotterrasen gefügt – durchlässige Oberflächen, die Schwammstadtbereiche integrieren und Raum für Gastronomie ebenso wie für konsumfreie Treffpunkte schaffen. Die Höfe nehmen die alltagsnahen Nutzungen auf: Kinderspiel, Motorikpark, Community Gardens sowie Zonen für Ruhe und Entspannung.

Wiedererkennbare Figuren prägen die städtische Silhouette.

Jedes Haus ist ein Baustein im erfrischend heterogenen Gefüge, das im Ende beinah unbemerkt Regeln zur planerischen Abstimmung aufweist.

Die vielfältigen Typen geben alle auf ihre eigene Art Antworten auf die Herausforderungen Zeit – und damit auf unsere neuen Lebensmodelle.

Die Anpassbarkeit der Wohnebenen sorgt für Variabilität: In allen Häusern kann Generationenwohnen, Pflegewohnen, Wohncluster, Etagengemeinschaften, Single-, Paar- oder klassisches Familienwohnen etabliert werden. Spezifische Wohnmodelle mit offenen Strukturen bieten Möglichkeiten der Aneignung.

Doch: Die unterschiedlichen Anmutungen der Gebäude dient nicht dem Maßschneidern von Wohnformen, sondern der Adressbildung und Eigenständigkeit im Freiraum.

Die Kombination von Holzelement- und Betonskellettbau vereint nachhaltige Bauweise und angenehme Haptik mit Anpassbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Ein hoher Vorfertigungsgrad erlaubt zudem kurze Bauzeiten.

Status
Nachrücker, Wettbewerb

Salzburg 
2026

Projektpartner
Franz&Sue

Landschaftsarchitektur
Atelier dede

Team
Sandra Schneider-Zapata Pemberthy
Paul Federsel
Airam Eloende González Dorta
Ursula Hertl
Casper Bellink
Elisabeth Nobl
Anxhela Lulati
Elsa Gjinaj
Michael Albrecht
Gernot Hertl