Wohnen am Jägerberg
Ein Ensemble aus einzelnen Baukörpern am Sonnenhang auf der Ennsleite bietet vielfältige Wohnformen auf einem Areal. Sie alle scheinen sich mühelos in das Grundstück zu schmiegen und stellen Bezüge zur umgebenden Bebauung her, indem Richtungen und Fluchten aufgegriffen werden.
Das oberste Gebäude am Hang wird als erstes realisiert und beinhaltet 21 Wohnungen für Menschen mit Beeinträchtigungen. Es hebt sich mit der Typologie eines von den Bewohnergruppen beidseitig flankierten und nach Süden geöffneten Innenhofes und geschwungenen Fassadenstücken von den einfacheren Wohnhäusern im Westen ab.
Dabei folgen die drei Häuser mit insgesamt 33 geförderten Wohnungen dem Hang. Sie sind in der Höhe ebenso wie im Grundriss zueinander versetzt, womit sie einerseits der Ausrichtung des angrenzenden Altenheimes folgen und andererseits eine kleinteilige Erscheinung bewahren. Nach Süden hin bleibt viel Grünraum frei.
Die Gestaltung der Fassaden orientiert sich an den Referenzen der historischen Arbeiterhäuser auf der alten Ennsleite, ihre Putzfarben in altrosa und graubeige mit weißen Faschen sind Vorbilder, auch Bögen und Schwünge wie im Wohnheim für Menschen mit Beeinträchtigungen finden sich dort.
Ein weitgehend autofreies Wegenetz verbindet die einzelnen Hauseingänge mit den Wegen der Umgebung ebenso wie mit den Spiel- und Erholungsflächen. Die Parklandschaft des Altenheimes soll sich auch hier weiter entwickeln. Eine Tiefgarage im unteren Bereich der Anlage wird zum Sockel für begrünte Gärten. Ihre Zufahrt erfolgt vom Leopold-Steinbrecher Ring.
Jeweils drei oder vier Wohnungen sind auf einer Etage um ein Stiegenhaus organisiert. Sie alle sind nach Süden geöffnet und bieten in dem vorgestellten Regal für jeden einen Platz an der Sonne bei gleichzeitiger Beschattung der Verglasungen. Lärchenlatten für Sichtschutz und Geländer verbreiten gemeinsam mit den Pflanzentrögen eine Gartenatmosphäre. Die Stützen des Freiraumregals werden zum Rankgerüst für bodengebundene Kletterpflanzen.





